Zahnbehandlung mit Lachgassedierung

Lachgas – ein Distickstoffoxid – hat als Anästhetikum bereits eine lange Geschichte in der medizinischen Anwendung. Es ist bewährt, sicher und verträglich, wenn es darum geht, eine schmerzstillende und zugleich entspannende Sedierung von Patienten zu erzielen. Anders als bei der Vollnarkose bleiben Patienten bei einer Lachgasbehandlung mit moderater Dosierung und Sauerstoff-Zugabe noch bei Bewusstsein und ansprechbar. Eine künstliche Beatmung ist hier nicht notwendig. Die entspannende Wirkung löst zugleich Ängste und beruhigt das vegetative Nervensystem. Damit wird die Lachgassedierung zur optimalen Behandlungslösung bei Zahnarztangst und ermöglicht stressfreie kleinere wie größere Zahn- und Zahnfleischtherapien oder die Versorgung mit Zahnimplantaten. Selbst längere Eingriffe empfinden Patienten dabei nur als sehr kurz, weil das Lachgas genauso das Zeitempfinden positiv beeinflusst. Gerne klären wir Sie in unserer Zahnarztpraxis Dr. Pfau & Kollegen auf.

Ablauf einer Lachgasbehandlung

Die Lachgassedierung wird über eine passende Nasenmaske durchgeführt. Die Maske versorgt Patienten zunächst mit reinem Sauerstoff, um den Atemfluss zu regulieren. Nach etwa zwei Minuten kommt ein Lachgas-Anteil hinzu, der individuell langsam so weit gesteigert wird, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist. Dann folgt die eigentliche lokale Betäubung, deren Injektion durch das geminderte Schmerzempfinden schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. Jetzt kann die Behandlung beginnen. Im Anschluss ersetzt wieder reiner Sauerstoff das Lachgas in der Nasenmaske und hebt binnen weniger Minuten die Sedierungswirkung vollständig auf. Patienten können gleich danach wieder selbstständig die zahnärztliche Praxis verlassen.

Für wen eignet sich die Lachgasbehandlung?

Für eine Lachgassedierung bei Zahnbehandlungen gibt es kaum Einschränkungen. Sie kann ab etwa sechs Jahren in jedem Alter ein positives, entspanntes Zahnarzterlebnis schaffen. Mit ihrer präzisen Steuerbarkeit ohne längerfristige Nachwirkungen eignet sie sich auch schon für kleinere Behandlungen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Einzig bei schwerem Asthma, stark eingeschränkter Nasenatmung, der Einnahme von Antidepressiva, einer akuten Mittelohrentzündung oder bei Schwangerschaft und kurz nach anderen Operationen ergeben sich Einschränkungen für die Anwendung.



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