Erhöhtes Risiko für Parodontitis: Diabetes und Zahngesundheit beeinflussen sich gegenseitig

Erhöhtes Risiko für Parodontitis: Diabetes und Zahngesundheit beeinflussen sich gegenseitig | Zahnarzt RottweilDie Zuckerkrankheit „Diabetes mellitus“ ist eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit: Schätzungsweise jeder 13. Deutsche leidet darunter, Tendenz steigend. In den USA ist die Zahl sogar noch höher. Für Zahnärzte ist diese Thematik besonders interessant und gleichermaßen brisant, da sich die Gesundheit der Zähne und des Zahnhalteapparats und die Zuckerkrankheit gegenseitig beeinflussen. Im Fokus steht besonders das erhöhte Risiko, an Parodontitis zu erkranken.

Wie entsteht Parodontitis?

Die Entzündungskrankheit Parodontitis, die der Volksmund gerne als Parodontose bezeichnet, befällt zunächst das Zahnfleisch: Zahnbelag, der auf Zahnoberflächen und an Zahnhälsen haftet, dient dabei als Nährboden für Bakterien, die während des Verdauuungsprozesses schädliche Säuren ausscheiden. Diese Säuren greifen sowohl den Zahnschmelz als auch das Zahnfleisch an, Karies und tiefe Zahnfleischtaschen entstehen. Unbehandelt kann sich die Entzündung jedoch auf den gesamten Kieferknochen ausbreiten und so Knochenschwund auslösen. Darum kann Parodontitis im schlimmsten Fall für den Verlust eigentlich gesunder und intakter Zähne verantwortlich sein.

Erhöhtes Parodontitis-Risiko bei Diabetes

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus ist eine systemische Erkrankung, die den ganzen Körper beeinflusst. Auch die Zahn- und Mundgesundheit kann betroffen sein, denn Diabetiker leiden häufiger als Nicht-Diabetiker unter der Entzündungskrankheit Parodontitis. Verantwortlich zu machen ist in den meisten Fällen der schlecht eingestellte Blutzucker: Das Immunsystem ist geschwächt und die Wundheilung beeinträchtigt. Im Mundraum begünstigt dies die Entstehung von Parodontitis.

Wechselwirkungen zwischen Parodontitis und Diabetes

Aber auch eine bereits vorhandene Parodontitis kann die Entstehung von Diabetes begünstigen: Durch die offenen Stellen im Mundraum gelangen Bakterien und Entzündungsmediatoren (Zytokine) in den Blutkreislauf, worauf der Körper mit einer systemischen Entzündung reagieren kann. Infolgedessen kann eine Insulinresistenz entstehen. Eine Parodontitis hat somit also einen negativen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, wodurch die Entstehung von Diabetes gefördert oder das korrekte Einstellen einer bereits vorhandenen Diabetes-Erkrankung erschwert wird. In einem Satz: Zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis besteht eine gefährliche Wechselwirkung.

Prophylaxe bei Ihrem Zahnarzt in Rottweil

Viele Patienten ist gar nicht bewusst, dass die beiden Erkrankungen in einer Wechselwirkung zueinander stehen. Eine gewissenhafte Mundhygiene im heimischen Badezimmer und regelmäßige Termine bei Ihrem Zahnarzt in Rottweil sind die beste Vorsorge. Denn bei regelmäßigen Kontrollterminen in unserer Zahnarztpraxis behalten wir Ihre Zahngesundheit im Blick und können schon bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung effektiv gegensteuern. Als besonders sinnvolle Ergänzung hat sich die professionelle Zahnreinigung erwiesen.

Leiden Sie unter Diabetes oder möchten einer Parodontitis wirksam vorbeugen? Ihr Zahnarzt in Rottweil, die Praxis Dr. Pfau & Kollegen, ist gerne für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin zur Prophylaxe, wir freuen uns auf Sie!



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